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Theatrales


Komponisten, die live für das Theater schreiben, einstudieren und aufführen, sind knochentrockene Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle, abgehangene Profis, die schon alles erlebt haben und die aus zwei Gründen nichts mehr aus der Ruhe bringt.

Grund Nr. 1:
Besetzungswünsche seitens der Regie - ein kleiner Auszug:

Musik für Counter-Tenor, elektrische Geige, Keyboard und Singende Säge - oder: Musik für Klavier und Singende Gläser - oder: Blechbläserquartett live zu Sixties-Schlager vom Band - oder: Musik für Schauspielerchor und Gambe solo oder für Symphonisches Blasorchester und Mittelalter-Band oder ...

Grund Nr. 2:
Die Standardsätze bei der Musiktheaterarbeit - eine Hitliste:

Platz 3: „Du, unsere Sopranistin ist heute krank; szenisch kriegen wir das schon umgebaut, aber gesanglich... Würdest du vielleicht – im Falsett – aus dem Off...“ (Einmal. Eine Stunde vor Aufführung.)

Platz 2: „Du, jetzt haben sich doch noch ein paar kleine Änderungen ergeben, wir bräuchten noch Musik da und da, und hier und ...“ (Jedes Mal, i.d.R. einen Tag vor Premiere.)

Platz 1: „Du, diese fünf Nummern hier von dir, die sind total toll, aber die haben wir dann doch nicht gebraucht, die haben wir weggeschmissen. Oder hängst du an denen?“ (Jedesmal. Absolut jedesmal.)

Vor allem aber sind Theater-Komponisten Süchtige, die Bühnenschweiß, schmerzhaft-grelles Scheinwerferlicht, gesundheitsschädigende Arbeitszeiten und die Kommunikation mit den Halbirren auf der Bühne offensichtlich brauchen, um sich noch lebendig zu fühlen; inklusive des Gedankens eine Minute vor Premiere: „O mein Gott, was haben wir getan?“

Vieles der unter „Werke“ aufgeführten Musik kann unter „Audio“ und „Video“ angehört und angesehen werden.

Die selbstgetexteten und -komponierten Musicals finden sich unter „Jugendlich-Frisches“.
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